Sie befinden sich hier:  Schoko-News

Verein "Forum nachhaltiger Kakao" gegründet

2014-05-14 08:16

Podiumsdiskussion mit Achim Drewes, Nestlé Deutschland, Melanie Bayo Sirima, CEFCA, Edouard Kouassi N'Guessan, CCC, und Andrea Wilhelmi-Somé, GIZ. Foto: Ulrike Helfs

Berlin, 13. Mai 2014 – In Berlin trafen sich über 80 Vertreter von Industrie, Handel, Bundesregierung und Zivilgesellschaft. Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, sowie Christian Schmidt, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, eröffneten die heutige Mitgliederversammlung des noch jungen Forums. Bundesminister Schmidt betonte: „Das Erfolgsrezept des ‚Forum Nachhaltiger Kakao‘ liegt darin, zwischen Menschlichkeit und ökonomischen Interessen Brücken zu bauen." Bundesminister Dr. Müller unterstrich im Rahmen seiner Eröffnungsrede: „Nur wenn die Kakaobauern faire, existenzsichernde Einkommen erzielen, können sie ihre Kinder in die Schule schicken. Deshalb müssen wir alles daran setzen, dass vom Preis einer Schokolade mehr beim Bauern ankommt."

Mit der Gründung des Vereins ‚Forum Nachhaltiger Kakao‘ im April 2014 wurde die Initiative ‚Forum Nachhaltiger Kakao‘ auf eine institutionelle Basis gestellt. Indem die Bundesregierung, die Süßwarenindustrie, der Lebensmittelhandel und die Zivilgesellschaft an einem Tisch sitzen, ihr Wissen und ihre Erfahrungen enger miteinander austauschen sowie gemeinsame Aktivitäten durchführen, soll die nachhaltige Kakaoproduktion in den Erzeugerländern gefördert werden. „Wir wollen so einen Beitrag zur Verbesserung der Lebensumstände der Kakaobauern und ihrer Familien leisten und den Anteil an nachhaltig produziertem Kakao erhöhen", sagt Wolf Kropp-Büttner, der Vorstandsvorsitzende des neu gegründeten Vereins.

Edouard Kouassi N'Guessan, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Conseil du Café-Cacao (für die Entwicklung des Kakaosektors zuständige Behörde der Côte d‘Ivoire) betonte: „Man kann nur von einer Nachhaltigkeitsstrategie sprechen, wenn dem Produzenten langfristig ein existenzsicherndes Einkommen garantiert werden kann. Der Landwirt soll nicht nur produzieren, um Kakao zu liefern, sondern er soll auch davon leben können". Eine Initiative wie das ‚Forum Nachhaltiger Kakao‘ trage dazu bei, dass die Ziele der nationalen Kakaostrategie erreicht werden können, so N'Guessan.

Mit der sogenannten ‚CCE-Initiative‘ (Certification Capacity Enhancement) unterstützt das Forum bereits die Weiterentwicklung von Trainingsmaterialien in Westafrika sowie die Durchführung von Trainingsmaßnahmen. Ein erstes gemeinsames Projekt zur Schulung von Kakaoerzeugern und zur Stärkung von Kleinbauernorganisationen in der Côte d’Ivoire wird vorbereitet.

Der Schwerpunkt der Arbeit des Forums liegt derzeit auf dem nachhaltigen Kakaoanbau in Westafrika und hier insbesondere der Côte d’Ivoire. Wolf Kropp-Büttner, er selbst schaut auf eine mehr als 20-jährige Tätigkeit in der deutschen Schokoladenindustrie zurück, hob positiv hervor: „Die im April vom deutschen Botschafter und vom Landwirtschaftsminister der Côte d`Ivoire unterzeichnete gemeinsame Absichtserklärung zum nachhaltigen Kakaoanbau stellt die Zusammenarbeit zwischen dem Forum und der Côte d`Ivoire auf eine solide Basis."

Die Côte d’Ivoire produziert mit 1,5 Millionen Tonnen/Jahr 40 Prozent der Weltgesamternte an Kakao, was der jährlichen Gesamtmenge des in der Europäischen Union (inkl. Schweiz) verarbeiteten Kakaos entspricht. In Deutschland werden über 10 Prozent der Weltkakaoernte verarbeitet, über 50 Prozent davon kommen aus der Côte d`Ivoire. Als eines der Hauptabnehmerländer weltweit sieht sich Deutschland in der Verantwortung, sozialen und ökologischen Missständen in der Kakaoproduktion gemeinsam mit den Erzeugerländern aktiv entgegenzuwirken. 2013 stammten bereits knapp 20 Prozent des in Deutschland verarbeiteten Kakaos aus nachhaltigem Anbau.

Mittelfristig hängt die Verfügbarkeit des Rohstoffs Kakao für die internationale Kakao-, Schokoladen- und Süßwarenindustrie zu einem entscheidenden Teil davon ab, inwiefern insbesondere die Côte d’Ivoire in der Lage sein wird, den Kakaosektor wettbewerbsfähiger zu gestalten. Der Kakaoanbau muss bei nachhaltiger Nutzung der natürlichen Ressourcen den Produzentenfamilien die Möglichkeit bieten, ein existenzsicherndes Einkommen zu erwirtschaften und ihnen wieder eine Perspektive eröffnen. Derzeit beträgt der durchschnittliche Ertrag in den Erzeugerländern ungefähr 400 Kilogramm pro Hektar. Das ermöglicht es den Familien nicht, der Armut zu entkommen.

Süßwarentechnolog/in/e – Neues Berufsbild in der Schokoladenindustrie

2014-02-26 15:02

Wie wird aus Kakaobohnen eigentlich Schokolade, und wie lässt sich aus braunem Kakao weiße Schokolade herstellen? Wie werden Bonbons in Form gebracht? In diesen spezialisierten Bereichen der Verarbeitung von Rohstoffen und der Lebensmittelproduktion sind Süßwarentechnologen und -technologinnen tätig. Die Ausbildung erfolgt in einem der fünf Einsatzgebiete: Schokoladewaren und Konfekt, Bonbons und Zuckerwaren, Feine Backwaren, Knabberartikel oder Speiseeis. Gemeinsam mit den Sozialpartnern und Sachverständigen aus der betrieblichen Praxis hat das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) jetzt im Auftrag der Bundesregierung die dreijährige Berufsausbildung auf den neuesten Stand gebracht.

Die modernisierte Ausbildungsordnung berücksichtigt dabei auch die verfahrenstechnologischen Fortschritte der Herstellung von Süßwaren sowie die wachsende Bedeutung von Qualitätssicherungsprozessen und Lebensmittelsicherheit. Die beruflichen Kompetenzen der Süßwarentechnologen und -technologinnen sind vielfältig. Sie müssen zum Beispiel Mischungen, Teige und Halbfabrikate ansetzen, Produktionsanlagen vorbereiten und in Betrieb nehmen, Produktionsprozesse überwachen sowie Störungen feststellen und beseitigen. Da der Süßwarenmarkt ständig Neuerungen hervorbringt, ist auch die Mitwirkung an der Entwicklung neuer Produkte Gegenstand der Ausbildung, ebenso wie das Verpacken von Süßwaren und die Überprüfung, Annahme und Lagerung von Roh-, Hilfs- und Zusatzstoffen. Die ausgebildeten Fachkräfte üben somit eine wichtige Kontrollfunktion aus und gewährleisten, dass nur einwandfreie Produkte auf den Markt kommen. Die modernisierte Ausbildungsordnung und der darauf abgestimmte, von der Kultusministerkonferenz (KMK) für den schulischen Teil der dualen Ausbildung entwickelte Rahmenlehrplan lösen die bestehenden Regelungen aus den Jahren 1980 und 1989 für den Vorgängerberuf Fachkraft für Süßwarentechnik ab.

Die neue Ausbildungsordnung tritt vorbehaltlich der Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt zum 1. August 2014 in Kraft. Bundesweit werden jährlich rund 100 Ausbildungsplätze in der Süßwarenindustrie angeboten, die Übernahmechancen als Fachkraft sind sehr gut. Im Anschluss an die Ausbildung stehen Aufstiegs- und Weiterbildungswege offen, beispielsweise zum/zur Geprüften Industriemeister/-in der Fachrichtung Süßwaren oder Lebensmittel oder zum/zur Staatlich Geprüften Techniker/-in der Fachrichtung Lebensmittel mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Zudem gibt es fachspezifische Studiengänge im Lebensmittelbereich, beispielsweise Lebensmitteltechnologie mit dem Schwerpunkt Back- und Süßwarentechnologie.

Macht Schokolade Pickel?

2013-10-16 12:05

Eins ist Fakt: Schokolade schmeckt! Aber dass durch sie Pickel entstehen, ist falsch! Ein Zusammenhang zwischen Schokoladenkonsum und unreiner Haut ist wissenschaftlich nicht nachgewiesen. Pickel entstehen durch verstopfte Hautporen und eine überschüssige Talgproduktion. Akne hat mit falscher Ernährung nichts zu tun. „Für Pickel ist eher der Hormonhaushalt verantwortlich“, sagt Dr. Beatrix Grohn vom BKK Bundesverband. „Allerdings kann sich ungesunde Ernährung wie zu viel Fett, Zucker und Alkohol sowie zu wenig Vitamine und Mineralstoffe negativ auf das Hautbild auswirken. Aber das ist nur ein Einflussfaktor auf eine gesunde Haut.“ Die Expertin der Präventionskampagne Haut rät daher neben einer gesunden Ernährung viel frische Luft, ausreichend Schlaf und die tägliche Pflege der Haut für einen frischen Teint. Stress, Rauchen und ausgiebige Sonnenbäder sollten dagegen vermieden werden.

Jüngst wurde Studien zu diesem Thema von Ernährungswissenschaftlern überprüft. Mit desaströsem Ergebnis. Der Ernährungswissenschaftler Udo Pollmer äußert sich dazu auf  Deutschlandradio Kultur.

Nachhaltigkeit im Kakaosektor - Film des Süßwarenverbandes online

2013-03-14 22:00

Kakao ist ein wichtiger Rohstoff für die deutsche Süßwarenindustrie, besonders für die Herstellung von Schokolade und schokolade- sowie kakaohaltigen Produkten. Über 10 Prozent der Weltkakaoernte werden allein in Deutschland verarbeitet. Die deutsche Süßwarenindustrie sieht sich in einer Mitverantwortung für die gesamte Kakaowertschöpfungskette. Das Wohlergehen aller Erzeuger, der Kakaobauern in Afrika, Südostasien sowie Süd- und Mittelamerika steht dabei im Vordergrund. Der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI) hat sich daher zum Ziel gesetzt, die Verhältnisse der Kakaoerzeuger in den Anbauländern durch Förderung eines nachhaltigen Anbaus von Kakao in enger Zusammenarbeit mit den gesellschaftlichen Kräften vor Ort zu verbessern. Dieses Engagement kann aus Sicht des BDSI nur gelingen, wenn ausnahmslos alle Beteiligten an der Kakaowertschöpfungskette in dieses Vorhaben eingebunden sind, es unterstützen und aktiv mitarbeiten. Hierzu gehören insbesondere die Regierungen der Anbauländer, die deutsche Bundesregierung in Kooperation mit den Regierungen der übrigen EU-Mitgliedstaaten, der Kakaohandel, die Standard- und Zertifizierungsorganisationen, der Lebensmitteleinzelhandel, die Nichtregierungsorganisationen und die Verbraucher. Der Film beschreibt exemplarisch die bestehenden Herausforderungen und zeigt Lösungswege auf.

Neue Rubrik in der Linkliste

2013-02-18 16:03

Viele Schokoladenhersteller informieren auf ihren Websites nicht nur über ihre Produkte sondern geben auch interessante und wertvolle Informationen rund um Kakao und Schokolade. Wir haben daher unser Linktipps um die Rubrik "Warenkunde. Informationen von Mitgliedsunternehmen des Süßwarenverbandes" erweitert. Sie wird kontinuierlich ergänzt werden. Regelmäßige Besuche auf unserer Site lohnen sich also.

Und hier geht's zu den Linktipps

Kakao nachhaltig erzeugt

2013-02-04 15:47

Über 360.000 Tonnen Kakao wurden im Jahr 2012 gemäß Sustainable Agriculture Network-Standard (SAN-Standard für Nachhaltige Landwirtschaft) erzeugt. Das entspricht einer Volumensteigerung von 266 Prozent gegenüber dem Vorjahr (98.500 Tonnen). Damit ist das Ziel übertroffen, dem Weltmarkt bis Dezember 2016 jährlich 350.000 Tonnen Kakao aus nachhaltiger Landwirtschaft anzubieten. Dies geht auf das Entwicklungsprojekt „Greening the Cocoa Industry“ zurück. Das im März 2011 in Afrika, Asien und Lateinamerika für fünf Jahre geplante Entwicklungsprojekt macht Fortschritte und liegt vor allem an der Côte d’Ivoire (Elfenbeinküste) vor dem Zeitplan, wie die unabhängige Umweltschutzorganisation Rainforest Alliance vor Kurzem mitteilte.

160.000 Kakaobauern wirtschaften gemäß SAN-Standard für Nachhaltige Landwirtschaft. Sie wirkten in acht Kernländern an „Greening the Cocoa Industry“ mit – 100.000 mehr als im Jahr 2011. Sie stellten ihre agrarische Praxis von konventionellem Anbau auf nachhaltige Kakaoerzeugung um – nach den Richtlinien des SAN-Standards für Nachhaltige Landwirtschaft. Diese Umstellung ist Voraussetzung für die Vergabe des Siegels Rainforest Alliance Certified™.

"Nicht nur Schokoladenseiten" - Landeskundliche Ausstellung über Ghana vorgestellt

2013-01-04 16:15

Für viele Menschen ist Afrika ein ferner Kontinent, über dessen Länder wenig gewusst wird. Für das Westafrikanische Land Ghana kann sich das nun ändern: In Zusammenarbeit mit dem deutschen Süßwarenverband hat das Ghana-Forum NRW eine Ausstellung entwickelt, die auf 16 Roll-Ups landeskundliche und wirtschaftliche Aspekte des Landes durchleuchtet. Lesen Sie mehr dazu in diesem Blog.